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BRK-Wasserwacht

Insgesamt sorgen im Berchtesgadener Land vier Wasserwacht-Ortsgruppen mit über 700 Mitgliedern für die Sicherheit an Seen, Flüssen und in Schwimmbädern. In Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing und Laufen stellen die Ehrenamtlichen zudem je eine Schnell-Einsatz-Gruppe-Wasserrettung (SEG) .

Wasserrettungsdienst im Landkreis

Für den Wasserrettungsdienst im Landkreis sind rund 100 ehrenamtliche Rettungsschwimmer der BRK-Wasserwacht zuständig.
Zur Besatzung eines Wasserrettungsfahrzeugs (SEG) gehören mindestens drei Helfer, einer davon mit der Qualifikation eines SEG-Leiters. Zusätzlich sind ein Rettungsschwimmer und ein Rettungstaucher dabei. Regulär rücken mindestens fünf Einsatzkräfte aus. Die Fahrzeuge sind mit allen erforderlichen Geräten ausgestattet, die für Rettungseinsätze an Seen und Fließgewässern benötigt werden, darunter Schlauchboote, Druckluftflaschen für die Rettungstaucher, Rettungsrucksäcke entsprechend dem Landrettungsdienst und im Winter Eisrettungsschlitten. Die Alarmierung der SEG´n erfolgt per Funkmeldeempfänger über die zuständige Leitstelle.
Bei Badewetter im Sommer und während der Eiszeit sind an den Wochenenden die bestehenden Wachstationen am Abtsdorfer-, Höglwörther- und Thumsee sowie in mehreren Freibädern besetzt.

Die wichtigsten Aufgaben der Wasserwacht:

1. Durchführung des Wasserrettungsdienstes
2. Aus- und Fortbildung von geeigneten Einsatzkräften
3. die Verbreitung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Schwimmens und Rettungsschwimmens in der Bevölkerung, insbesondere bei der Jugend, in Schulen und Verbänden
4. Aufstellung, Ausbildung und Ausrüstung besonderer Einheiten für den Einsatz bei Großschadensereignissen
5. Mitwirkung bei der Bekämpfung von Schadensereignissen und ihren Auswirkungen
6. Mitwirkung bei der Erhöhung der Sicherheit auf, an und in Gewässern (einschließlich Wasserstraßen) und in öffentlichen Bädern
7. Suche und Bergung von Ertrunkenen 
8. Mitwirkung beim Natur- und Gewässerschutz nach den gesetzlichen Bestimmungen

Die Hauptaufgabe, der die Wasserwacht 1883 erstmals nachging, ist gemäß der Ordnung für die Wasserwacht die Verhinderung des Ertrinkungstodes sowie die Durchführung der damit verbundenen vorbeugenden Maßnahmen - im Allgemeinen also die Erhöhung der Sicherheit beim Baden und im Wassersport.

50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze

Die BRK-Wasserwacht sichert Badegewässer aller Art ab. Mit ihren professionell ausgerüsteten Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) ist die Wasserwacht Teil des Wasserrettungsdienstes (2005 führte sie rund 50 Prozent der Wasserrettungseinsätze in Deutschland durch). Auch größere Veranstaltungen am Wasser, wie Ruder- und Segelregatten, werden durch die Helfer der Wasserwacht abgesichert.

Immer mehr Aufgaben

Neben der Besetzung der Wachstationen beim Badebetrieb und während der Eiszeit hat sich aufgrund neuer Freizeitaktivitäten das Aufgabengebiet der Wasserwacht während der letzten Jahre erheblich erweitert: Eine eigene Canyon-Rettungsgruppe wurde in Zusammenarbeit mit der Bergwacht-Region Chiemgau zur Rettung von Wassersportlern aus Gebirgsbächen ins Leben gerufen. Binnen Minuten kann sich ein kleiner Bach bei Unwettern zu einem reißenden Strom entwickeln, der alles mit sich nimmt. Der Einsatz in wasserführenden Schluchten und Klammen erfordert sowohl wasser- als auch bergrettungsspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten.

Schwimmen lernen

Die Wasserwacht leistet auch einen großen Beitrag zur Sicherheit am und im Wasser durch die Ausbildung von Nichtschwimmern zu Schwimmern oder Rettungsschwimmern, sowie durch die Vermittlung von Kenntnissen zur Gefahrenerkennung und -verhütung. Schon Jahrzehnte kümmern sich die Freiwilligen der Wasserwacht im Landkreis um die Ausbildung und Schulung der Bevölkerung. In Kursen wird Kindern das Schwimmen beigebracht, und die eigenen Mitglieder trainieren ständig für den Ernstfall einer Rettungsaktion. Seit Jahren organisiert die Kreis-Wasserwacht Berchtesgadener Land den Schulschwimmwettbewerb in der Region. Mit einer überproportional hohen Teilnehmerzahl belegen die Klassen aus dem Landkreis regelmäßig landesweit die Spitzenplätze.